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NU & APA NEAGRA

Freitag, 10. Oktober 2008, 22 Uhr
Kulturkeller Domizil, Braugasse 6, 35390 Gießen

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Henning Küpper schreibt:

NU & APA NEAGRA wurde von Sasha-Liviu Stoianovici
(Saz-Autodidakt, Maler und visueller Künstler) und dem
Bassisten Alexandru Hegyesi in Timisoara, Rumänien gegründet.
Die Gruppe arbeitet mit traditionellen Motiven, improvisiertem Gesang und elektronischen Klängen und ging aus dem NU-Projekt, einem 'free form folk' Projekt hervor, das seit 2001 aktiv ist.

2006 spielte die Gruppe erstmals in Deutschland in Clubs und auf Festivals und präsentierte ihre selbst veröffentlichte CD "At Gardina". Seit dem hat das Album positive Reaktionen und airplay erhalten, unter anderem im Freien Radio Kassel, Radio Blau Leipzig und beim amerikanischen WFMU Sender.

 

 

Nach Umbesetzungen formierte sich die Gruppe 2007 neu als
NU & APA NEAGRA (apa neagra = schwarzes Wasser) und arbeitete an dem Album "OMAG", das in Berlin und Timisoara aufgenommen wurde. Der dunkle Charakter der Aufnahmen wurde beeinflusst durch Exkursionen in die Wälder und Berge Rumäniens. Fieldrecordings, alte Instrumente und Aufnahme-Experimente erschaffen eine raue Ethno-Psychedelia, die charakteristisch ist für den Sound der Band.

Der Album-Titel "OMAG" ist inspiriert durch eine Pflanze der traditionellen rumänischen Pharmakologie (Aconitum napellus,
dt.: Blauer Eisenhut). Neben 13 Aufnahmen beinhaltet das Album einen Mix von Alan Holmes (The Ectogram, Parking Non Stop).


Sasha Liviu Stoianovici – saz, voice, instruments, tape loops
Alexandru Hegyesi – accoustic bass
Vlad Sturdza - guitar
Calin Torsan - woodwinds
Tour 2008:

Fr. 10.10.:
Sa. 11.10.:
So. 12.10.:
Mo. 13.10.:
 
Di. 14.10.:

Gießen, Domizil, Braugasse 6
Kassel, tbc
Berlin, Schokoladen, hosted ny Lady Gaby
Theater Festival Manöver 2008 Leipizig,
Noch Besser Leben
Berlin, White Rabbit, Lobeckstrasse 35,
mit MOUTHUS und AXOLOTL

 

s.k.a.

 

Links:
www.nu-apa-neagra.ro
www.myspace.com/projectnu

Stuff Sasha Liviu Stolanovici:
www.sasha-liviu-stoianovici.blogspot.com
www.myspace.com/psychenaturadatura

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Sommerfest des Instituts für Romanistik & Slawistik

VJ Wolki na Ljode und DJane Sandy und DJ Fink
Videoshow im Innenhof, Tanzparty im Saal

Dienstag 19. Juni ab 20 Uhr
Philosophikum II, Gießen

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S.K.A.
(Soyuz der kommerziellen Avantgarde)

Donnerstag, 07. Juni 2007, 22 Uhr
Kulturkeller Domizil, Braugasse 6, 35390 Gießen

anschl. DJs Sandy, Fink und Wolki na Ljode

s.k.a.

 

Christoph Karsten (mostrec, Hamburg) im April 2007

War es das Gründungsjahr 1996 als ich den in St.Petersburg beheimateten „Soyuz der kommerziellen Avantgarde“ erstmals hörte? Wenn nein, so doch nur kurz darauf. Der erste mir plastisch erinnerliche Besuch eines „S.K.A.“ - Konzertes fand jedenfalls im dortigen Zoo statt, genauer im alten Hörsaal der biologischen Fakultät, welcher sich inmitten des zoologischen Gartens befand. „Zoopark“ hieß folglich dieser Spielort, dessen Besuch stets unter leicht konspirativen Bedingungen zu erfolgen hatte, da den jeweiligen Konzertbesuchern der Einlass durch die ( eigentlich schon geschlossenen ) Eingangstore des Tierparks ermöglicht werden musste.

Es waren jedoch weniger diese ungewöhnlichen äusseren Umstände, die sich mir eingeprägt haben, sondern das Hörerlebnis als solches: S. K. A. verstand es, komplexe und härteste Jazzfacts in einem dermaßen mitreissenden Stil zu servieren, dass selbst mir eher unbedarften Musikliebhaber nicht nur ein leichter Schreck, sondern die Melange verschiedenartigster rhythmischer Anleihen und Ausflüge unmittelbar in´s Blut schoss.

-Ein Effekt, der sich über die Jahre und noch so einige folgende „S. K. A.“ - Konzerte eigentlich nie abgeschwächt hat. Es war vielleicht 5 - 6 Jahre nach dieser Premiere, -der „Soyuz“ hatte sich mittlerweile zum heissesten und brilliantesten „Jazz - Showact“ der Stadt gemausert-, als mich die Band auf der großen Bühne des „Baltischen Hauses“ gleich einigen hundert ähnlich gezeichneten Festivalbesuchern am Morgen einer langen Festivalnacht in wenigen Sekunden vom Delirium zur Extase brachte.

Nikolai Rubanovs irre Ritte auf seinen diversen Saxophonen, über diverse Jahre gekonnt und verständig unterlegt von M.Kohlovskiys Tubaklängen, getoppt gelegentlich nur noch von Mikail Bernikovs vokal - animalischen Ausfällen, eingefangen schließlich von Vitaly Kutscherovs vielfach funkigen Gitarrenklängen und zusammengehalten von der jazzig - treibenden Rhythmsection mit Alexey Ivanov ( drums ) und Alexey Kluschin am Bass, -das war der Stoff, der mich an die Zukunft des Jazz in den Zeiten der avancierten Unterhaltungsindustrie glauben liess.

 

Rhythmus- und Effektmaschinen unterlegten das bunte Treiben im Lauf der Jahre mit neuzeitlichen Elementen. Das Erscheinen der CD - Triologie des „ Soyuz kommerzialnyi avantgarde“ auf dem moskauer label „Stranyi Svuki“ im Jahre 2004 dokumentiert diesen Kumulationspunkt in der künstlerischen Entwicklung von „S. K.A.“.

´“The times, they are a changin“ wissen wir nicht erst seit Bob Dylan. Bandleader Nikolai Roubanov empfindet das Hauptwerk der CD -Triologie „The mushrooms have grown up“ mittlerweile als „zu poppig“ und beschreibt den neuen Stil der Band als „moderated improvisation“. Sphärische Klänge, Soundclouster, bisweilen minimalistische Anflüge, schwer zu sagen, was uns erwartet, -ich habe den neuen „Soyuz“ live auch noch nicht gehört.

Statt der Tuba werden wir im Frühjahr 2007 die Posaune von Ramil Shamsutdinov hören, der für dieses Gastspiel wie auch schon bei einigen interessanten Soundexperimenten im famosen Studio „GES 21“ aus der st. petersburger Pushkinskaya 10, ( zu hören unter http://www.rubanov.ru/eng/ambis_gig.html ) die „musicians in residence“ unterstützen wird.

- Ramil gastiert übrigens vor dem anstehenden „S.K.A.“ - Gastspiel mit seiner Stammformation „Nadapadumat“ im Rahmen des 50 - jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums Hmb. - SPb für ein Konzert in Hamburg ( 31. Mai, Körberforum ).
Was wir genau erleben werden, weiss ich also auch nicht. -Nicht erleben möchte ich jedoch ein zweites Mal, dass 10 Jahre einer so hervorragenden Bandhistorie wie sie der „Soyuz der kommerziellen Avantgarde“ vorgelegt hat, nahezu ungehört an unseren Ohren vorbeirauscht.

Bitte seien Sie deshalb mit mir gespannt auf die Darbietungen einer Gruppe profilierter russischer ( Jazz- ) Musiker. Viel zu lange haben sie im eigenen Saft geschmort, aber wie gesagt: die Pilze sind ausgewachsen. Kosten wir davon!

 

Links:
www.rubanov.ru/eng/ambis_gig.html
ska.freelines.ru/ska_d.htm

weitere Infos zu Dobra OST - Veranstaltungen:
www.dobraost.de